Auch wenn es manchmal so schien, dass Oddone Dalila wie Dreck behandelte, so wollte er sie trotzdem nicht verletzen und vor allem nicht verlieren, konnte aber oft nicht aus seiner Haut in die in die Konventionen seines Amtes und die Kultur seines Landes gestopft hatten. Als man ich einmal in einer Fernsehshow gefragt hatte, wie er denn über die Gleichheit von Mann und Frau denke, da hatte er nur gelacht und zuückgefragt, wie der Moderator denn über die Gleichheit von Schwarz und weiß denke worauf die Diskussion sich anderen Themen zuwandte. Was ihn trieb, oder, um es platter zu sagen, geil machte war stets die Macht. Sei es die konkrete Macht über andere durch Einflussnahme, egal ob durch Geld oder Anhängigkeiten was meist eine Delegation von Macht bedeutete. Dazu kam ein großes, selbstgerechtes Ego welches stets annahm, dass das, wa es selbst erregte auch andere feucht oder hart machte was aber zumeist nicht so war. Geredet hatten sie über dergleichen nie. Als es klopfte kam er ein wenig zur Besinnung.
"Nein, Comtesse, doch drapiert euch um und öffnet die Türe. So kann man ja keinen Staat mit euch machen."
Als er Dalilas ängliches Gesicht sah lächelte er und unterstrich es so als Scherz, ging selbst zu Türe, öffnete diese und stand einer goldlockprächtigen Novizin gegenüber die er nach wenigen Sekunden auch erkannte.
"Schwester Estelle, gesegnet sei der Tag der eure Schritte zu uns führte, Sei uns willkommen Schwester. Dalila?"
Hatte er bereits erwähnt, dass Dalila eine persönliche Nonne bekommen sollte die sie ein wenig in die geistigen Tugenden einführen sollte?