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Die letzten 10 Beiträge

16

Sonntag, 29. März 2020, 20:08

Von LEONOR de Guyenne

und sie wartete und wartete, bis Leonor mit einem Seufzer aufstand und doch einem der Diener zuflüsterte, der Kardinal möge sie empfangen. Natürlich mit der ganzen bescheinen Miene auf dem Gesicht.

15

Freitag, 27. März 2020, 00:15

Von LEONOR de Guyenne

"Eher ein Eiszapfen auf der Nase meiner Schwester"
murmelte Leonor leise.
"
Hier ist zu ruhig für mein Gemüt. Man könnte denken, dass der liebe Gott keine Freude um sich haben will. Man darf im Gotteshaus nicht lachen, mit gesenktem Kopf, nicht sprechen. Ob der Gott es so gewollt hat? Bloß gut, dass keiner mich hört.
"

Leonor seufzte leise und wartete weiter auf den Kardinal. Sie fröstelte und sehnte sich nach einem Bad, nach den sanften liebenden Händen ihrer Yvette.

"
Wie dumm bin ich, um über die Liebe in der ehe zu denken. Ich muß schon froh sein, wenn eine gegenseitige Achtung existieren würde. Dann warten wir auf die Grau-sam(t)-keit im Kardinalmantel.
"

14

Mittwoch, 25. März 2020, 20:52

Von Estelle

Die Worte sprudelten nur so über Leonors Lippen. So dass Estelle mit großen Augen der Prinzessin entgegen blickte.
Wieso sprach die Prinzessin nur so viel? Hatte sie nicht gelernt das man in einem Gotteshaus die Stimme senkte und eigentlich Ruhe vorherrschte.
“Ich denke das ihr wie ein Vogel im Käfig seid. Ihr wollt ausbrechen und in den Himmel empor steigen. Könnt es aber nicht weil eure Flügel gebrochen sind.“
Unbewusst hatte sich Estelle näher gebeugt und streichelte kaum merklich über das Handgelenk der Prinzessin.
Dann lächelte die Rothaarige sanft, neigte ihren Kopf und erhob sich.
“Macht es gut Prinzessin. Möge der Heilige Vater über euch wachen.“
Leise flüsterte die junge Novizin diese Worte. Bevor sie ihre Schritte den Gang zwischen den Bänken entlang schritt. Um in der Sakristei zu verschwinden.

13

Mittwoch, 25. März 2020, 20:28

Von LEONOR de Guyenne

"Mit dem Wort "darf" ist genauso schwierig wie mit dem Wort "soll". In dem Sinne dürfen tun wir, doch sollten es nicht. Darf ich Sie fragen, Estelle. Wie wollen SIE mich sehen? Und wie sehen Sie mich?Wir kennen uns gerade eine halbe Stunde oder eine Stunde. Sie haben mich sehr lange beobachtet. Was würden Sie über die Prinzessin dieses Königreiches richten? "
Leonor's Blick legte sich auf das Gesicht der Novizin. Keine Neugier sondern ein echtes Interesse wiederspiegelte sich in ihren Augen. Die langen, dichten Wimpern warfen einen verführerischen Schatten auf ihre Augen. Es gab kaum MakeUp an ihr. Leonor erwartete anscheinend eine aufrichtige Antwort von Estelle. Auf jeden Fall gab Prinzessin keine Anstalten zu gehen.

12

Dienstag, 24. März 2020, 09:54

Von Estelle

Aus dem Augenwinkel bemerkte Estelle den Blick der Prinzessin. Erwiederte jedoch nichts darauf. Sondern betrachtete ihre im Schoß gefalteten Finger. Von den Gedanken der Prinzessin ahnte die Rothaarige nichts. Woher auch? Und so verharrte die junge Novizin in andächtigen Schweigen. Wie geschaffen für diese Kathedrale, durchzuckte es Estelles Köpfchen.

Als dann jedoch Worte über Leonors Lippen sprudelten, hob Estelle ihren Blick an und fokussierte die Prinzessin mit einem nachdenklichen Ausdruck auf ihrem Gesicht.
“Fehler macht jeder. Fehler sind menschlich. Auch Prinzessinnen dürfen Fehler machen.“
Dabei blickte Estelle mit einem intensiven funkeln in ihren kornblumenblauen Augen Leonor direkt entgegen. Ohne diesmal ihren Blick abzuwenden.

“Ich werde dem Kardinal von eurem Besuch hier in dieser Kathedrale berichten.“
Antwortete die junge Novizin mit glockenheller Stimme. Also würde die Prinzessin schon wieder gehen, nicht wahr?

11

Dienstag, 24. März 2020, 09:32

Von LEONOR de Guyenne

Leonor sah diese sanfte Seele mit den leuchtenden Augen und fühlte sich gelangweilt. Andererseits war sie auch neidisch. Jemand ohne Ambitionen und dadurch auch innerlich frei. Keine Kaiserin, keine Entschiedungen treffen, nicht für das Überleben kämpfen, nicht nachzudenken, wird diese Spange den Blick des Kardinals erzünnen... Leonor nickte entweder ihren eigenen Gedanken oder der Erzählung von Estelle oder sowohl als auch.

"
Ich hätte wetten können, dass Sie genau diese Blumen mögen. Das passt zu Ihrem Wesen all zu gut, dass diese Vermutung unumstritten war. Ihre Worte haben dies nur bestätigt. Kardinal liebt alle Gottes Kinder und die Blumen sind das auch. Und was meine Beichte angeht... ich lebe einfach zu langweilig und habe nicht einmal die Möglichkeit zu sündigen. Es sei denn, es handelt sich um neue Kleider. Ich, als Prinzessin, treffe keine Entscheidungen. Wenn man keine Entscheidungen trifft, macht man keine Fehler. Macht man keine Fehler, bereut man nichts und es gibt keinen Grund zu beichten. Ist es nicht so?
"

Leonor streckte ihre Beine ein wenig und würdigte des Blickes die herrliche Decke der Kathedrale. also muß sie doch Kardinal hierher holen oder ihn zwingen sie zu empfangen. Nochmal in die Kirche zu kommen, war keine Absicht der Prinzessin."
Können Sie mir ein Gefallen tun und dem Kardinal über mich berichten? Es geht um eine Spende und um meine Reise.. Ich würde es ungern anonym machen.
"

10

Sonntag, 22. März 2020, 18:52

Von Estelle

Ein sanftes Lächeln hatte sich auf Estelles Lippen geschlichen, während sie die Prinzessin beinahe traumverloren betrachtete. Sie war ein solch engelgleiches Geschöpf. Das Prinzessin Leonor auch das komplette Gegenteil eines Engels sein könnte, wusste Estelle nicht. Und selbst wenn hätte sie es vehement abgestritten. Völliger Blödsinn.

Als Leonor ihre Stimme erklingen ließ, rief sich die junge Novizin zurück in die Gegenwart und lauschte Prinzessins Worten.
“Blumen sind etwas wunderschönes. Auch der Kardinal liebt Blumen. Auf seinen Wunsch schmücke ich den Hochaltar zu jeder Messe mit neuen Blumen.“
Sanft mutete der Klang in Estelles Stimme an. Während sie ihre Finger sittsam in ihrem Schoß gefaltet hielt.

“Es ist langweilig euch die Beichte abzunehmen? Aber wieso? Natürlich seid ihr als Prinzessin rein und ohne Sünde.“
Die rothaarige Novizin hielt auch bei diesen Worten ihre Stimme gesenkt. Laut zu sprechen ziemte sich nicht in einem Gotteshaus.
“Welche Blumen ich favorisiere? Meine Lieblingsblume ist das Vergissmein-nicht. Eine kleine Blume, mit unfassbar starker Botschaft.“
Aus dem Augenwinkel bemerkte Estelle, wie ihr Blick immer wieder zum Hauptportal wanderte.

“Zu dieser Zeit hält sich eure Eminenz immer in seinen Privatgemächern auf. In Meditation. Um sich auf die nächste Eucharastiefeier vorzubereiten.“
Woher Estelle das wusste? Weil sie dem Kardinal bei einigen seiner Meditationen als stille Begleiterin beiwohnte.

9

Sonntag, 22. März 2020, 17:31

Von LEONOR de Guyenne

Nun ja, das war wieder typisch Leonor, von einem Thema zum anderen zu springen, was auch zeigte, dass sie eine emotionale Persönlichkeit war. Vom Namen zu den Blumen. Es war noch gut, dass sie sich bremste und nicht weiter über die Bilder und dann über das Wetter und dann über die Preise für den Kerzenwachs sprach. Und das im gleichen Atemzug. Estelle kann verziehen werden. Sie kannte ja Prinzessin und ihre Eigenart nicht. Zumindest noch nicht.

"Im Frühling mag ich besonders Tulpen, im Sommer Calla und im Mai definitiv Pfingstrosen. Im Herbst Chrysanthemen, besonders hellgelb und weiß. Obwohl weiße Chrysanthemen für Trauer stehen, ich mag sie sehr. Und natürlich Aster. Ich bin wohl keine tsypische Frau, ich mag Rosen nicht besonders. Ich mochte auch sehr Lilien, doch sie haben einen starken Duft. Es war leider nicht mehr möglich, sie zu züchten. Blumen verzaubern mich nicht. Sie bringen mich auf fröhliche Gedanken oder besänftigen mein Gemüt. Sie versüßen mir den Blick. Mein Herz ist rein. Kardinal ist mein Beichtvater. Er sagt immer, es sei langweilig, mir die Beichte abzunehmen. "Leonor lachte erneut. Es war eher ein Kichern. "Und welche Blumen mögen Sie? "
So frei über ihre Vorlieben sprechen konnte nicht jeder. So einfach mit einer fremden Person zu plaudern auch. auch wenn diese Begegnung in der Kirche stattfand. Ihr Blick wanderte zur Tür, durch welche der Kardinal immer das Kirchenportal betrat. Es fehlte von ihm keine Spur.

"Bitte, machen Sie Ihre Arbeit fleißig und ich habe noch eine tiefe Bitte an Sie, legen Sie bitte noch ein paar Blumen und ein Gebet für unsere Soldaten. Ich wollte eine kleine Spende der Kathedrale geben, doch ich weiß nicht, ob der Kardinal heute empfängt. "

8

Sonntag, 22. März 2020, 14:38

Von Estelle

Wie sanft ihr Name über Leonors Lippen entwich. Wie ein zarter Lufthauch. Und so neigte Estelle ihren Kopf leicht auf die Seite, während sie die Prinzessin musterte. Langsam ließ sie die junge Novizin ihren Blick über Leonors Gesicht und Körper gleiten. Wobei sich Estelles Finger unbewusst miteinander verkrampften. Sie würde die Prinzessin allzu gerne berühren. Versagte sich diesen sehnlichsten Wunsch jedoch.

“Euer Name bedeutet 'Gott ist mein Licht' und mein Name bedeutet 'Stern'. Das ist ein Zeichen Prinzessin.“
Ehrfürchtig gesprochen entwichen diese Worte den Lippen der rothaarigen Novizin. Während sie ihren Blick einfach nicht von Leonor abwenden konnte.

Das Lachen der Prinzessin klang glockenhell durch die Kathedrale und schien von dem hohen Gewölbe wiederzuhallen. Innerlich wünschte sich die Rothaarige die Prinzessin würde noch einmal derart befreit und fröhlich lachen. Estelles Lippen jedoch blieben stumm. Und so blieb ihr nichts anderes übrig als die Prinzessin sanft anzulächeln.

Die Aufmerksamkeit der Prinzessin wurde dann jedoch auf magische Weise in Richtung des Hochaltars gelenkt.
“Ich achte immer darauf das sich frische Blumen auf und um den Hochaltar befinden.“
Erwiederte Estelle mit sanfter Stimme und blickte die Prinzessin mit ihren strahlend blauen Augen an.
“Der Anblick dieser hübschen Blumen verzaubert mein Herz. Eures auch?“

7

Sonntag, 22. März 2020, 14:11

Von LEONOR de Guyenne

"Estelle
"

Leonor's Stimme hatte diese Leichtigkeit und Unbeschwerlichkeit der Jugend. Doch vor allem diese Aufrichtigkeit, was Valerie schon allein durch ihr Amt verwehrt wurde.

"
Estelle - Sternchen. Sonne ist auch ein Stern. Ist es deine Aufgabe, die Dunkelheit zu vernichten? Mein Name dagegen bedeutet vielerrei. Für manche nur eine Fremde, für die anderen so etwas wie die Andere. Die Dritten nehmen meinen Namen als die Mitleidende. Doch ich verrate dir. Meine Mutter war diejenige, die diesen Vornamen auf die erste Stelle setzte. PSSSST. Auf Arabisch bedeutet es Gott ist mein Licht.

"

Sie lachte und zwinkerte der Novizin verschwörerisch. Prinzessin, auch wenn sie die Berührung vermied, schien nicht hochnässig zu sein. Vom weiten hätte man denken können, es seien zwei Freundinnen. Doch Leonor hatte keinen Gedanken, diese Seele zu benutzen oder auszunutzen. Es war für sie nur eine der Begegnungen, die sie bald vergessen wird. Eine Möglichkeit, die Zeit zu überbrücken. Das war auch ihr Unterschied zu ihrer Schwester. Das war auch der Grund, warum Yvette immer solch riesengroßen Sorgen um ihre Herrin hatte. Und wenn Estelle erwartet hätte, dass die Prinzessin neugierig wird, so hat sie sich verrechnet. Estelle war zu nbedeutend, um die Neugier von Leonor auf sich zu lenken. Noch war sie nicht überzeugt, dass diese Begegnung ihre aufmerksamkeit erfordert.

Ist Seine Exzellenz in der Kathedrale? - Diese Frage wollte Leonor stellen, doch dies war wiederum gegen ihr Vorhaben, also blieb sie geduldig.

"
Die Blumengestecke sind wunderschön. Ich mag die frischen Blumen auf dem und um den Altar besser als künstliche. Wenn es Ihr Verdienst ist, so danke ich Ihnen, Estelle.
"

Die Ehrfurcht im Blick der Novizin war schon ein wenig unangenehm. Leonor war keine Heilige. Als Vorbild nahm sie sich auch nicht gern wahr. Prinzessin war ein wenig unschlüssig, wie sie sich mit der Person mit diesen strahlenden Augen verhalten soll.