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Die letzten 4 Beiträge

4

Mittwoch, 13. Mai 2020, 10:17

Von Antoine Capet

Sanft streichelte er ihre Wange und fand erstmal keine Worte, weder Worte auf ihre Fragen, noch Worte des Trostes, des Ansporns, der Liebe, sprich, Antoine war erstmal hilflos, fand keine Worte sondern versuchte stattdessen, alle Liebe die er in diesem Moment so ganz besonders empfand, in diese Berührung zu senken und so vielleicht den Menschen, den Geist, die Frau die sie mal gewesen war irgendwie zu erreichen. Denn das es diesen Menschen noch gab, dessen war sich Antoine sicher. All dies war von dem Gedanken, sich eventuell scheiden zu lassen völlig unabhängig, waren dies doch Gedanken eines Politikers und Antoine fühlte sich jetzt in gar keiner Weise als solcher. Zwischen Ihnen würde sich so oder so nichts ändern. Niemals. Ansonsten hätte er jetzt auch nicht geweint, ließ es seine Frau aber nicht spüren.

"Ich esse gut, Liebes."

flüsterte er

"Ich habe sogar zugenommen. Du kannst es hier sehen und spüren."

worauf er ihre Hand auf seine Hüfte legte. Er hatte nicht mehr die Form früherer Tage, doch er war nicht dick. Doch ihre Berührung wünschte er sich sehr.

3

Dienstag, 21. April 2020, 21:23

Von Elle Capet

Antoine, das waren seine Schritte, das war sein Geruch. Ich sehnte mich schon seit langem nach seinem Besuch, seinem Lächeln, einer Umarmung... Es war erst gestern oder vorgestern? oder vor drei Monaten? unser letzter Besuch? nein, ich werde ihn nicht mit meinen Gedanken plagen, besser lächeln. Mein Lächeln sieht glücklich genug aus? Ich bin auch glücklich, glücklich, ihn zu sehen. Was wedelt sich vor meinem Gesicht? ahhh, meine Hand. Die Sonne blendet. Ich versuche die Gedanken festzuhalten, aber diese verdammten Tabletten und doch bin ich glücklich. Er, meine große Liebe. Er...
"
Antoine, denn der Gott machte mein Weissagen wirkungslos: diejenigen die bereits leiden und im Unglück stehen, nennen mich klug, vorher gelte ich als wahnsinnig. Erinnerst Du dich daran? Ich bin wohl zu Kassandra geworden. Deine Abwesenheit hat mich gezwungen, mich nach Dir noch mehr zu sehnen.

"

Alle sagen, ich bin immer noch eine Schönheit. Auch in diesen Momenten, wenn meine Gefühle verrückt spielen. Diese Sonne wärmt meine Haut. Er wird mich bestimmt hübsch finden. Ich bin ausgeruht und heute werde ich nicht über die Feen mit ihm sprechen. ich verspreche es ihm und mir selbst.

"Wie waren Deine Tage? Hast Du gut und rechtzeitig gegessen? Soll ich Dir was leichtes kochen? "
Ich bin wirklich in Sorge, sein Gesicht scheint schmaler geworden zu sein. Ich stehe lieber auf. Vielleicht umarmt er mich dann? Vielleicht soll ich ihn selbst umarmen? ich versuche... meine Hand liegt auf seinem Oberarm. Ich bin ganz nah an seinem Körper. Umarme mich, bitte, siehst du nicht, wie meine Augen dich anflehen? Deine Mutter ist nicht da, keiner außer uns.... Vielleicht sollte ich meinen Kopf auf seine Schulter anlehnen? Ich tu es einfach und schaue, wie er reagiert.
"Deine Mutter ist abgereist und ich bin allein im Anwesen. Nur Dein Onkel und Mademoiselle Gabot. "
Ich glaube, meine Stimme klingt zärtlich genug oder doch zu hilfslos? Ich versuche es ja, Antoine, bitte, bemerke mich wieder. Bitte bemerke mein Bemühen! Ich denke, ich habe genug gesagt. Mein Gesicht ist wie der Spiegel, wie das offene Buch. Jetzt ist er an der Reihe zu antworten. Er schweigt immer noch.. ich küsse ihn. zumindest auf die Wange. Ich tu es jetzt, auch wenn dies ihn möglicherweise verärgert... KUSSS

2

Montag, 20. April 2020, 10:04

Von Antoine Capet

Als Antoine eintrat schlief Elle und der Adelige mit den großen Ambitionen, bei denen Elle allerdings kaum mehr eine Rolle spielte, ja ob ihrer Gesundheit keine Rolle mehr spielen konnte, wollte die Türe schon wieder schließen doch der Sonnenstrahl, der sich frech und über ihn hinweg nicht nur seinen Weg durch die Tür sondern auch in den Raum und auf das Gesicht seiner Frau gesucht hatte, ließ ihn innehalten. Tiefe Trauer erfasste ihn, war das noch der Mensch den er liebte? Geliebt hatte? Immer lieben würde? War Elle noch Elle? Immer? Manchmal? Irgendwann. Schon wollte er nach diesem kurzen Innehalten die Tür dann doch wieder schließen, da öffnete sie ein Auge und er musste sich entscheiden. Doch ohne auch nur einen Gedanken an andere Optionen zu vergeuden trat er ein und kniete sich ohne ein Wort zu sagen neben sie.

1

Mittwoch, 8. April 2020, 23:44

Von Elle Capet

Anwesen Capet

Ich sollte langsam zur Ruhe kommen. Ich sollte langsam meinen Schmerz loslassen. Warum diese Alpträume? Warum dieses schwarze Loch und ich falle wie ein Stein. Gibt es einen, der mich hübsch findet und mitnimmt? Bin ich überhaupt noch ich? So viele Gedanken, so viele Schatten. Ich muß mich zusammenreißen, um nicht aufzuschreien. Sonst kommt meine Schwiegermutter und dann..dann wieder die fremden Männer in den weißen Kitteln. Mein Ehemann ist die Sonne, er wird die Dunkelheit verjagen. Ja, ich muß nur abwarten, nur abwarten, bis er meine Hand in seine nimmt und mich küsst. Dann werde ich ihm erzählen, dass unser Victor wieder da war. Die Feen haben ihn geholt. Ab und zu bringen sie mir mein Kind wieder zurück und ich darf mit ihm spielen. Ich werde es nur meinem Schatz erzählen. Keinem anderen. Es ist mein Geheimnis. Alle denken, ich bin krank, krank im Kopf und kann Dinge sehen, die für normale Leute nicht zu sehen sind. Zu Recht nicht zu sehen. Sie sind entweder zu schön oder zu hässlich. Entweder zu groß oder winzig klein. Etwas entgleitet meinem Verstand. Die Tabletten machen mich nur müde und ich kann mit unserem Sohn nicht spielen. Die Feen bringen es wieder fort und nur, weil ich müde bin und das Kind nicht halten kann. Liebling, du fehlst mir sehr. Das grelle Licht blendet und ich kann den Weg nicht erkennen. Diese alte Stimme meiner Schwiegermutter. Irgendwann töte ich sie. Ich gieße den flüssigen Metall in ihren Rachen. Sie und ihre Clique. Tabletten.. Tabletten... Tabletten...Schlafen..schlafen..schlafen...