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Montag, 16. Dezember 2019, 16:55

Eine weitere Begenung die keiner von beiden brauchte

Die Bibliothek des Palastes unterstand auch dem Seneschall da der Seneschall meinte, ihm unterstünde alles,was auch nur irgendwie mit dem Inneren des Reiches zu tun hatte. Und genau aus diesem Grunde ließ er sie jetzt durchkämmen. Schließlich gab es hier genug Papiere die den früheren Kaiser betrafen, einer Kaiserin Valerie oder gar einem Prinzesschen aber nur Verwirrung bringen mochten. Deswegen ließ er nun den Kamin einheizen und hoffte in den nächsten Stunden nicht gestört zu werden. Danach, und das wäre dann am Nachmittag, sollte es die erste Sitzung mit der Kaiserin geben. Dort wollte sie dann auch bekannt geben, wer denn nun Connetable und damit sein Kontrapart werden würde. Er würde sich den Herren schon zurecht stutzen.
Robert Duroc de Issan
Senechal d'Outremer et Gardien de Caboche de l'Empire
Comte de Grenelle et Duc de Galatone
Seigneur de Château d'Issan

Yvette

Ergebene Kammerzofe

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2

Montag, 16. Dezember 2019, 19:13

Mit einem Lächeln auf den Lippen hatte sich Yvette von ihrer Herrin verabschiedet. Ihre Herrin war auf dem Weg zu einer Vorlesung. Oder so etwas in der Art. Und so konnte man Yvette auf den Gängen des Palastes entdecken. Ihre dunklen Locken tanzten um das Gesicht der Bediensteten.

Fehlte nur noch das sie ein fröhliches Liedchen vor sich hin trällerte. Die Gänge wurden von flackerndem Licht erhellt. Und dennoch befand sich keine Menschenseele auf den Gängen.

Zufällig kam sie an der Bibliothek vorbei. Und neugierig wie Yvette ist, drückte sie die Klinke der Türe hinunter. Leise ließ sie die Türe ins Schloß gleiten. Mit großen Augen blickte Yvette an den hohen Regalen empor und setzte sich langsam in Bewegung. Wieviel Bücher hier wohl standen? Den Seneschall hatte die Dunkelhaarige noch nicht bemerkt.
Yvette

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3

Montag, 16. Dezember 2019, 23:27

Es galt einiges an Material zu sichten den es galt, die politischen Ansichten des toten Kaisers, teilweise verewigt in Aufzeichnungen und Gesetzeskommentaren, dahingehend zu prüfen, ob sie mit der Politik des Seneschalls kompatibel war. So war der Adel in Outremer im Rahmen der Revolution eigentlich abgeschaft worden. Doch die alten Eliten des Königtums mussten, davon war Duroc zutiefst überzeugt, mit den neuen des Kaisertums versöhnt werden. Dies ging nicht durch Liberalismus, weswegen als erstes ein Stapel kommentierter GEsetzesvorlagen die der Kaiser schon vor dem Gesetzgebungsverfahren abgelehnt hatte den Flammen übergeben wurde. Allein deswegen weil sie kommentiert waren. Keine der "Puten" sollte wissen was schon einmal abgelehnt wurde. Weg damit. Oder dies: Eine FRiedensinitiative mit Zedarien. Das war gegen alle Tradition, ein Einbürgerungsgesetz... Duroc glaubte an die Verschmelzung von altem mit neuem und sah dabei die Notwendigkeit alles alte zu bewahren. Und das alte zu mehren. Als er die Tagebücher fand sah er kurz hinein, schüttelte den Kopf und warf sie dann ins Feuer. Eines nach dem anderen.
Robert Duroc de Issan
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Yvette

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4

Dienstag, 17. Dezember 2019, 08:50

Instinktiv spürte Yvette das sie hier nicht alleine war. Und dennoch versagte sie sich den innigsten Wunsch die Bibliothek zu verlassen. Wieso sollte sie auch? Nur weil sie ein komisches Gefühl spürte? Nein! Sie war kein Hasenfuß.

Und so setzte sie ihre Schritte vorsichtig voran. Vorüber an den hohen Bücherregalen. Bis sie dann leise Geräusche vernahm. Und nein es war nicht ihr Atem. Es war ein reißendes Geräusch. Beinahe so als würde Papier in Feuer geworfen werden.

Und tatsächlich konnte sie den Seneschall dabei beobachten wie er Dokumente zu einem Fraß des Feuers werden ließ. “Was machen Sie da?“ Erhob Yvette ihre Stimme. Wobei sie den Älteren mit ihrem aufmerksamen Gesichtsausdruck musterte.
Yvette

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5

Dienstag, 17. Dezember 2019, 09:12

Gerade hatte Duroc einen Stapel von Papieren gefunden den der Kaiser zwar schon unterzeichnet hatte, die aber bislang nicht veröffentlicht wurden. Das war es was er unter anderem gesucht hatte. Nun konnte er auswählen was den Kaisers Wille war und was ins Feuer gehörte. Vieles war sicher sinnvoll, doch einiges wollte überdacht werden, doch dazu war Eugene ja nicht mehr gekommen. Gerade als er die Pergamente in seine Tasche stopfen wollte hörte er hinter sich eine Stimme und fuhr herum. "Was ich hier mache? Kennt Sie Ihren Platz nicht, Pisspagin?" Worauf er sie ansatzlos ins Gesicht schlug, mit einer schönen Rückhand wobei sein Ring sicher eine Spur hinterließ. "Das war zur Erinnerung, damit Sie weißt wie man einen Herrn anspricht." sagte er noch ruhig, holte dann aber noch einmal aus und brüllte sie an "DARF ICH IHNEN BEI DEM WAS SIE TUN BEHILFLICH SEIN, SIRE?" er schlug aber nicht erneut zu sondern steckte die Unterlagen nun in seine Tasche als sei nichts geschehen. "Hier gibt es nichts zu stehlen, aber gut, dass sie mich daran erinnert meinen Ring als gestohlen zu melden."
Robert Duroc de Issan
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Yvette

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6

Dienstag, 17. Dezember 2019, 09:34

Noch hielt sich Yvette im Verborgenen. Auch den Atem hielt sie an. Jetzt bloß kein verräterisches Geräusch von sich geben. Denn das was der Seneschall dort tat war mit Sicherheit illegal. Und somit musste diese Tat an das Gehör ihrer Herrin getragen werden. Doch zuerst einmal musste die Dunkelhaarige herausfinden, was genau der Seneschall dort trieb.

Mit einem skeptischen Glanz in ihren Augen fokussierte Yvette den Älteren. Oh. Das hätte sie lieber nicht tun sollen. Seinen Schlag sah die Dunkelhaarige nicht kommen. So spürte sie lediglich wie ihr Kopf auf die Seite gerissen wurde und sein Ring über ihre Haut schrammte. Blutige Male zeichneten das Gesicht der Bediensteten. Während das Feuer tief in ihren Augen loderte.

“Ihre Tätigkeiten sind illegal. Ich werde dies meiner Herrin melden müssen.“
Bei diesen Worten hob Yvette ihren Kopf stolz an. Obwohl ihr Gesicht schmerzte und sein Angriff deutliche Spuren hinterlassen würde.
“Euer Tun ist nicht ... nicht rechtens.“
Protestierte da die Dunkelhaarige und ballte dabei unbewusst ihre Finger zu Fäusten.

Als der Seneschall seine Hand erneut zu einem Schlag erhob, duckte sich Yvette unwillkürlich. Zurück weichen würde sie aber nicht. Und so verharrte sie regungslos an Ort und Stelle. Wobei ihr das Herz bis zum Hals pochte und ihr Gesicht noch immer schmerzte. “ICH BIN KEINE DIEBIN!“ Brüllte sie ihm mit einem zittern in ihrer Stimme entgegen. Dabei hob und senkte sich ihre Brust rasch unter ihren hastigen Atemzügen.
Yvette

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7

Dienstag, 17. Dezember 2019, 10:19

Er wog den Kopf zur Seite, fast so als wäre er ihr gewogen, fast so als würde er ihr glauben und seine erste Antwort

"Natürlich ist sie keine Diebin"

mochte diesen Eindruck nur für einen Moment aufrechterhalten, doch seine zweite Antwort, ein harter und gezielter Schlang mit dem Handballen vor den Kopf der Struwelpeterschönheit unterstrich seine wahren Absichten. Als sie zu Boden ging trat er noch einmal mit dem Lederstiefel nach um sicher zu gehen, dass sich der Schleier der Bewusstlosigkeit über ihren Geist gelegt hatte. Danach verbrannte er seelenruhig noch einige Papiere und setzte sich dann gelassen an den Schreibtisch wo er erstmal ein Gläschen Wein - wahrscheinlich aus dem Keller des Kaisers, doch der brauchte ihn ja jetzt nicht mehr - eingoß und dann ein Papier aufsetzte um das weitere zu regeln.

HAFTBEFEHL

Die Zofe Yvette wird hiermit unter dem Vorwurf
des Einbruchs in die kaiserliche Bibliothek,
des Verbrennens von wichtigen Unterlagen und des
Diebstahls von Juwelen in Haft genommen.
Sie ist bis auf weitere Befehle in eine Zelle zu sperren.

Ihr Zimmer ist morgen früh zu durchsuchen, gefundene
Indizien sind den Ermittlungsbehörden zu übergeben.

DUROC, SENECHAL D'OUTREMER

Verfügung: Quittierung durch den Kerkermeister,
dann zuück an den Seneschall


Als er das Glas leergetrunken hatte rief er die Wache und befahl ihr Yvette in eine Zelle zu sperren. Er selbst ging in ihr Zimmer und versteckte den Ring unter ihren Sachen.

Ein dunkles Loch und das noch nicht einmal allein - Das Palais Bariole - Der private kaiserliche Palast - Empire Outremer
Robert Duroc de Issan
Senechal d'Outremer et Gardien de Caboche de l'Empire
Comte de Grenelle et Duc de Galatone
Seigneur de Château d'Issan

8

Dienstag, 17. Dezember 2019, 10:37

Als er die Quittung hatte griff Duroc zu seinem Smartphone und sendete einem seiner Getreuen eine kurze Nachricht mit der Zellennummer. Mehr nicht.
Sein Mann fürs grobe würde schon wissen wie man einen Fluchtversuch am besten verhinderte und unliebsame Zeugen an einer Aussage hinderte.
Robert Duroc de Issan
Senechal d'Outremer et Gardien de Caboche de l'Empire
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