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Mittwoch, 4. März 2020, 10:15

Besser als gar nichts

Nun durfte sie wieder allein aus dem Palast. Leonor wäre sich selbst nicht treu, wenn sie es nicht auf ihre Art und Weise erledigt hatte. Nach der Standpauke und dem Gefängnis in einer Folterzelle - zumindest hat so Leonor selbst emfunden, obwohl ihr Hausarrest in ihren Privatgemächern als eine Folterzelle zu nennen, wäre verschwenderisch. doch dies liegt im Auge des Betrachters - hat sie sich aus dem Palast herausgeschlichen. Für Leonor's Verständnis unbemerkt. nun gut, soll sie so auch denken. Diesmal wählte Leonor ein kleines Auto und fuhr in die Stadt, parkte vorbildlich und bezahlte sogar dafür. Stolz auf ihr Pflichtbewußtsein ging sie mit dem reinen Gewissen durch die Geschäfte, ohne was zu kaufen. Leonor atmete diese Atmosphäre des geschäftlichen Treibens auf den Straßen andererseits und Nichtstuns von ihr selbst andererseits. Sie beschäftigte mehrere Verkäuferinnen in verschiedenen Läden. Doch, wie man schon oben erwähnt hatte, sie hat nichts gekauft. Ihre Gedanken drehten sich um den Galeriebesuch und dem Gespräch mit der Kaiserin. sollte sie die Keiserin überhaupt als Schwester anreden? Auf jeden Fall arbeitete ihr Hirn gerade an der Aufgabe, die Heirat mit Capet zu verhindern. Die Alternative namens Duroc sollte auch nicht zur Wirklichkeit werden. Wenn Yvette nicht in Cedric verliebt wäre, hätte sie Cedric gewählt, zumindest war sie in seiner Loyalität zu ihr persönlich sicher. Doch sein Status war nicht hoch genug. Warum verdeckt Fouche so sehr die Persoon seines eigenen Neffen? Sie war sich nicht sicher, ob Fouche ihr die Wahrheit gesagt hatrte, dass Cedric tatsächlich sein Neffe ist. Auf jeden Fall war es unmöglich, Fouche selbst darüber zu befragen. Wer noch wäre ein guter Kandidat auf ihre Hand, Körper und möglicherweise auch Herz? Leonor kam keiner in den Sinn. Mit diesen Gedanken und mit leeren Händen im wahrsten Sinne dieses Wortes nahm Prinzessin in einem der Straßencafes Platz und beschäftigte sich mit der Beobachtung der Passanten. Sie trug diesmal die einfachen Jeans mit der weißen Bluse, ein Hut und nur die, die sie gut kannten, hätten Leonor erkannt.
"Einen Kaffe und einen Croissant und die Zeitung"
Das war ihre Bestellung
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
Princesse de Guyenne
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Freitag, 6. März 2020, 10:58

"Ah, Prinzessin, geschäftig wie immer, wie ich sehe." Sie hatte doch wirklich Pech, dass sie ausgerechnet hier dem korruptesten Politiker des ganzen Empire begegnen musste. Es gab nun wirklich keinen Großkonzern, für den Elbai d'Enver nicht schon auf die Aushebelung von Arbeiterrechten, Verschleuderung öffentlichen Eigentums, Lockerung von Umweltregelungen und Ausbeutung der Kommunen gepocht hatte. Mit zwischenmenschlichen Beziehungen hielt sich der kaltherzige Mann gar nicht erst auf. Für ihn zählte bloß das große Geld, wobei viele auch vermuteten, dass er gar nicht mehr wusste, wohin damit und nur aus Prinzip weitermachen würde, einfach weil er nichts anderes konnte, als armen Menschen das Leben zur Hölle zu machen und Existenzen zu vernichten. Man hätte sicher auf ihn schon in aller Öffentlichkeit Anschläge verübt, würde er nicht schon sämtliche Schlägertypen und Freelancer im Lande beschäftigen, um im Namen seiner Auftraggeber widerspenstige Gemeindevorsteher und engagierte Sozialarbeiter einzuschüchtern oder im Notfall wegzuschaffen. Er hatte jede Menge Dreck über jede Menge der Abgeordneten zusammengetragen und sicher keine Liebe für die politische Elite des Landes übrig. Solange aber die Kasse stimmte und seinen Geldgebern das nicht gefährlich wurde, stimmte er nur zu gerne dem zu, was Duroc und Konsorten gerade in den Konvent einbrachten.

Wenn er sich langweilte, schlenderte er durch die Stadt auf der Suche nach Opfern, die es sich zu erniedrigen oder einzuschüchtern lohnte. Die Prinzessin kam ihm da gerade recht. Er erkannte sie trotz ihrer seltsamen Zivilkleidung, da er sie als mögliche Störung des neuen Chemiewerkes bereits eingehend studiert hatte.
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Samstag, 7. März 2020, 19:10

"Ich tue meine Pflicht, indem ich nichts tue.

"


erwiderte ihm Leonor auf ihre Art und Weise. Sehr wenige wußten, in wievielen Firmen, Großkonzernen das Geld ihrer Mutter steckte, treuhänderisch verwaltet, bis die Erbin 25 Jahre alt wird. Noch wenige wußten, was Leonor überhaupt darstellt. Außer natürlich Partymädchen und letztlich die neue Samariterin, die sich für soziale Projekte angangiert. Man sagt ihr nach, sie sei volksnah und offen und zugegen.Ob das wirklich stimmte, ist dahingestellt. Auf jeden Fall zeigte sie weder Furcht, noch Überraschung, noch Freude. Es war, als ob sie das Gespräch fortführte. Doch eigentlich kannte Leonor diesen Mann nicht. Der Grund dazu war, dass sie für die Politik wenig Interesse aufbrachte und erst nach ihrem 5-jährigen Fehlen wieder im Lande war. Wie es ihr gerade passte, kümmerte Leonor sich nicht darum, wer ihr gegenüber saß. Sie fragte nicht einmal nach seinem Namen oder wie hat er sie erkannt. Sie nahm es an, mit heroischer Stoik.
"Und wie sehen Sie es?"
Das war ihre nächste Frage. Jugentlich keck und ohne nachzudenken, wie es scheint. Dumm? Berechend? Verdorben? Naiv? alles wäre möglich, einzeln oder in der Kombination. Auf jeden Fall nicht aufgespielt. Der Ton der Frage war sogar ehrlich neugierig, was die anderen vermuten ließ, die Frage war ernst gestellt. zwar keck aber ernst.
Leonor Beauharnais de Margaux
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Samstag, 7. März 2020, 23:02

Ja, die Berichte stimmten. Kalt war sie, nicht aus der Ruhe zu bringen oder auch nur sehr schwer. Wenn er nicht schon vor einigen Jahren dem ganzen abgeschworen hätte, weil es zuviele Bindungen und Scherereien verursachen würde, und er so zehn Jahre jünger wäre, dann hätte er sich vielleicht ein paar Dokumente besorgt, um aus ihr eine angemessene Trophäe zu machen. Diese Legitimation hätte ihn sicher einige Zeit gut machen lassen, ein paar Schmiergelder sparen lassen und weniger Skandale durch die Presse treiben müssen, um Genehmigungen und Zustimmungen zu erreichen. Aber nein, die Prinzessin war ein zu großes Ziel und wohl auch zu prinzipientreu, um ihre Seele an ihn zu verkaufen. d'Enver nahm kurzer Hand gegenüber ihr Platz und einen gerade gebrachten Kaffee von einem vorbeikommenden Tablett, dann sah er den Kellner solange stierend an, bis dieser sich abwendete. Er hatte nun nicht die Geduld, hier bei einem interessanten Gespräch auch noch ewig auf den Kaffee zu warten. Er war offenbar frisch gebrüht und so nahm er ungerührt gleich einen Schluck der heißen Flüssigkeit.

Er musterte sein Gegenüber noch eindringlicher, dann setzte er sein Verkäuferlächeln auf. "Nichts tun, sagtet Ihr? Ja, das passt mir äußerst gut. Habt Ihr Interesse daran, ein paar Gefälligkeiten auszutauschen, die lediglich von Euch wohlwollende nichtstuerische Ignoranz erfordern? Und sollte Euch doch langweilig werden, so habe ich auch ein paar Sachen, die der Allmächtige sicher nicht zu wissen braucht, aber ach so hervorragend für Eure ungezügelten Leidenschaften wären." Er lehnte sich in seinen Stuhl zurück, den restlichen Kaffee in der Tasse vor sich stehend. Dann faltete er die Hände wie in einer Äffnung eines Gebetes und grinste offen. "Und solltet Ihr ein paar ausgefallenere Vorlieben haben, so weiß ich da auch die richtigen Ansprechpartner. Oh, ich kenne sie alle und jeden."
Membre de la Convention Nationale

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Samstag, 7. März 2020, 23:50

"Sie sprechen wie mein Beichtvater!"
Leonor klatschte leicht in die Hände bei diesem Vorwort und ihre Lippen zogen dieses Lächeln, weder freundlich noch offen, noch distanzierend. Einfach leicht in die Länge gezogen und die Mundwinkeln kaum merkbar nach oben. Sie zeigte ihre Zähne beim Lächeln nichtund hielt sich einerseits bedeckt, andererseits doch offen für das Gespräch. Mit dem kleinen Satz hat Prinzessin diesen Weg abgeschnitten.

"Und verlangen sie bitte von mir keine Ignoranz. Ich mag zu sehr Pferde. " Was hat Pferde und Ignoranz gemeinsam, wußte wohl nur Leonor selbst. "Was meine Vorlieben angeht, so bin ich rundum wunschlos glücklich. Der Tag ist sonnig, ich bin nicht eingesperrt, angekettet, mit niemandem verheiratet, habe keine Kinder und genieße das, was ich habe. Aus dieser Sicht bin ich ein sehr schwieriger Mensch. Und Sie? "
Leonor zog ihre Brille bei diesen Worten von der Nase und legte diese auf den Tisch. Die Augen sagten, sie sei nicht dumm, doch sie verrieten auch nicht, ob dieses junge Schnittchen giftig oder harmlos war.

"
Obwohl... ich würde gern die königliche Oper besuchen. Die jüngste Aufführung von "Adonis und Phoebe" sollte gute Kritiken haben. Die Oper ist meine einzige ungezügelte Leidenschaft. Und was läßt Ihr Herz schneller schlagen? Ich hoffe nicht die Soprano von Buscher. Ihre Stimme ist absolut unangenehm.
"

Leonor war definitiv giftig.
Leonor Beauharnais de Margaux
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Sonntag, 8. März 2020, 01:20

Man hatte ihm schon oft genug gesagt, dass seine Stimme genau so kalt klang wie rostiges Eisen in einem Blizzard, doch das kümmert d'Enver wenig. Interessant war höchstens, dass diese Art von Verwünschungen lediglich ausgestoßen wurden, wenn der Betreffende gerade von seinen Schergen in einen Keller, eine Garage oder eine Fleischerei geschleppt wurde. Nun, immerhin konnte man also vom Adel erwarten, dass man sie nicht mal bis aufs Blut prügeln musste, um die Wahrheit zu sagen. Er blinzelte einmal ganz langsam, so als würde er ein originelleres Insekt betrachten.

"Ich denke nicht, dass wir viel gemeinsam haben. Ich bin ein sehr einfacher Mann. Mich interessiert nur der Gewinn. Und Eure Sorge ist unbegründet. Ich habe nicht vor, in der Oper zu singen. Das wäre wahrlich Zeitverschwendung. Die Zeiten, mit Opern Existenzen aufzubauen, sind wahrlich vorbei. Es ist nichts weiter als der fade Zeitverschwendungswahn einer antriebslosen selbsternannten Intelligenzia, die nicht mal zur kalkulierten Prinzipienlosigkeit taugt. Man kann sie nicht mal mehr Verlierer nennen, denn sie hätten ja vorher etwas besitzen müssen, dass sie dann von Wert hätten verlieren können. Ich denke, Ihr könnt mir bei der Thematik sicher gut folgen."
Er rollt mit den Augen. "Ihr mögt also Pferde, Kinderlosigkeit, Ungebundenheit, Freiheit von Verpflichtungen und sinnlose Zeitverschwendung. Das sind großzügige Informationen, mit denen Ihr micht bedenkt. Das werde ich sicher nicht vergessen." Er nimmt einen Schluck Kaffee und bemerkt dann in seinem gelangweiltesten kalten Ton, der erfahrungsgemäß Hass, Abscheu und bei kleineren Geistern auch Grauen und Ekel hervorzurufen vermag "So lasst mich Euch die Mittel geben, um Eure Freiheiten zu behaupten. Dann könnt Ihr Eure Freier und Kinder den Pferden in Opernhäusern zum Fraß vorwerfen, wenn es Euch genehm ist." Freier ist ein guter Begriff, die Brautschauen der degenerierten überflüssigen Adligen waren ja wie ein Nuttenmarkt.
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Sonntag, 8. März 2020, 10:26

Leonor war schon überrascht. Sein Ton, seine Stimme, seine Wortwahl. Doch sie amüsierte sich auch gleichzeitig, weil er sprach ohne zu wissen, was er da sprach. Freier? Kinderlosigkeit? sie bedeckte ihren Mund mit der Hand und lachte.
"
Sie hören mir nicht zu. Ich bin absolut lastfrei. Welche Freier? Welche Mittel? Ich bin das langweilste Mädchen der Welt. Ich interessiere mich weder für Obstönitäten noch für Geld noch für Männer noch für Frauen. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich, wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich tanze, dann tanze ich. Während ich gehe, beschäftige ich mich nur mit dieser Tätigkeit. Wenn ich esse, dann genieße ich mein Essen und denke an nichts anderes. Ich bin ein glückliches Kind. Langweilig, glücklich und absolut ohne jegliche Ambitionen. Und jetzt sind wieder Sie an der Reihe, mir etwas anzubieten, wofür ich meine Seele verkaufen könnte. Das ist doch Ihr Ziel? Für einen Geschäftsmann, und das kann ich aufgrund Ihrer Stimme und Ihres Auftretens erahnen, sind Sie zu unflexibel. Oder sind Sie Bankier, der mir Geld leihen will? Oder sind Sie ein Reporter, der eine Sensation wittert? Im Übrigen, haben Sie Prinzipien? Wenn nein, dann sprachen Sie gerade über sich selbst? Oder wollen Sie feststellen, ob ich Prinzipien besitze? Die allgemeinen Ausschweifungen über die Struktur und den Inhalt unserer Gesellschaft interessieren mich nicht. Mich interessieren konkrete Leute, die mich interessieren. Sie gehören ab jetzt zu diesem Kreis.
"

Leonor trank aus ihrer Tasse, schnippste ein Stückchen vom Croissant und beförderte dies in ihren Mund. Es war erstaunlich, entweder wollte sie sich so vor ihm zeigen, oder sie war so, doch DIE Prinzessin leckte gerade ihre Finger, schnell und mit einer Genugtuung, als ob diese mit einem Waldhonig beschmiert waren. Das Interessante daran war, sie tat es nicht, um jemanden zu beeindrucken oder zu flirten, das gehörte einfach ihrem Wesen. Wäre da nicht der Blick beim Wort "Seele". Über ihre Aktiven wußten wirklich wenige.

"Ich bin wahrscheinlich auch noch zu jung, um so zu denken, wie Sie es tun. Suchen Sie gerade nach einer Schülerin, Meister?"
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
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Seigneuresse de Margaux

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LEONOR de Guyenne« (8. März 2020, 13:05)


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Montag, 9. März 2020, 09:49

Für einen Moment konnte er seine ganze Abscheu vor dem Menschengeschlecht und seiner hohlen Existenz nicht aus seinem Gesicht heraushalten. "Ich suche gewiss keine Schüler oder Nachäffer. Wer zum Erfolg nicht geboren wurde, der wird ihn niemals in den Händen halt. Sicher, ein kluger Kopf mag lernen, kühl und rational zu handeln, aber zum Erfolg braucht man auch eine Menge Instinkt und Selbsteinsicht, um das Maximale aus sich und anderen herauszuholen. Prinzipien sind dort nur im Wege, wie Ihr nur zu gut wisst. Wenn Ihr alles über Prnzipien lernen wollt, was Ihr niemals wissen wolltet, dann setzt Euch zu den Abgeordneten und hört Duroc beim Schwafeln zu. Er glaubt keinen Milimeter an das, was er da sagt, aber er kann stundenlang darüber schwadronieren." d'Enver langweilte sich zusehends. Keine Begierden außer Freiheiten; klar konnte man daraus was machen, aber ob sich der Aufwand lohnte? Da waren die Kinder an der Ecke ja leichtere Opfer für irgendwelche schnellen Deals. Aber Kinder waren auch nicht mehr die Ware schlechthin, eine Prinzessin war da immer noch besser. Die Leute glaubten an so einen Scheiß. Er stellte sich vor, wie die Prinzessin mit Honigfingern ein neues Autowerk eröffnete. Daran versagte seine Vorstellungskraft dann doch.

"Könnt Ihr Euch als Werbeikone vorstellen? Vielleicht für synthetischen Honig, da die Bienenvölker ja aussterben?"
Man musste schließlich immer an die Zukunft denken. Die zukünftigen Generationen brauchten Hoffnung, wenn sie den Smog der perfekten industriellen Ödlandschaft atmeten.
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Montag, 9. März 2020, 11:14

"So haben Sie mir gerade die erste Lektion erteilt, Shifu. Eine Werbeikone mit Prinzipien und ein Gewschäftsmann dahinter ohne Prinzipien ist viel wichtiger für das Geschäft als zwei tragende Säulen mit derselben Bauweise. mit dem künstlichen Honig meinen Sie den Bau der entsprechenden Fabrik? Ist schon sowas in Planung? Ich glaube nicht, dass Sie es es mit dem künsdtlichen Honig einfach so erwähnt haben. Prinzipien oder nicht ist wiederum für mich uninteressant, Shifu. Die Menschen sind für mich uninteressant, die nichts zur Sache bringen können. Haben Sie ein Angebot für mich, so sprechen Sie weiter. Wollen Sie einfach eine Konversation mit mir auf dem leeren Blatt führen, so können wir natürlich über die Belange der prinzipiellen und nicht gerade prinzipiellen Gesellschaftsschichten wie auch einzelner Individuen philosophieren. Doch dann bleiben Sie sachlich, sonst trinke ich meinen Kaffee aus und verlasse diesen Ort, ohne Sie in meinem Gedächtnis zu behalten.

"

Leonor hasste solche Typen, die nur um den heißen Brei schleichen. Sie bestempelte es schon als eine Art komplette Zeitverschwendung. Dieses Gerde über Prinzipien oder nicht. Wäre sie nicht in einem Königshaus geboren, wäre vielleicht dieses Gespräch für sie interessant. Vielleicht kennt dieser Mann nicht die obere Schicht und was dort vorgeht? Will er sie prüfen? Diese Banalitäten. Über die Politiker, über Duroc. Es ist das Älteste auf der Welt. Leonor war auf jeden Fall aufrichtig. Und genauso deswegen konnte sie das Gespräch übernehmen und es führen. Leonor lenkte nun mal das Gespräch dorthin, wohin sie es wollte. Sie verstand sofort, wie sie mit diesem Typen verhandeln sollte. Allerdings warf sie nicht von der Waage die Möglichkeit, dass dieser Mann ihr behilflich sein könnte. Sie wußte noch nicht, auf welche Art und Weise. Ihre Worte hätten arrogant geklungen, wenn nicht die Stimme, die alles weicher und nachgiebiger machte. Auf jeden Fall kam es weder frech noch hochnässig, sondern selbstbewußt.
Leonor Beauharnais de Margaux
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Montag, 9. März 2020, 11:29

d'Enver hob eine Augenbraue, ergriff seine Aktentasche und nahm einen entsprechenden Werbe- und Promotionsvertrag heraus, den er ihr wortlos über den Kaffeetisch zuschob. Darum ging es um eine in seinen Augen völlig überbezahlte Stelle als Marketingsaushängeschild für die Honigkampagne von Acetco s.a.r., für die eigentlich ein Kind vorgesehen war, aber wo d'Enver zusagte, jemand besseren zu finden. Von den veranlagten Spesen könnte man sich fast eine Insel kaufen. Wer weiß, was für Hobbies Prinzessinen so hatten neben Opern und Pferden. Er lehnte sich zurück und wartete ihre Reaktion ab. Er würde schon erreichen, was er wollte und sie war auf seine Provokation eingegangen. Das war schon fast Lohn genug, auch wenn sie nicht unterschrieb.
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Montag, 9. März 2020, 22:13

Leonor nahm den Vertrag und las es. Beim Blättern hob sie ihre Hand, der Ärmel rutschte leicht nach unten und entblößte einen Verband oberhalb ihres Handgelenkes. "

Es klingt interessant. Der Honorar ist auch annehmbar. Wie sind Aktien verteilt? Bevor ich unterschreibe, schicken Sie mir ein paar Werbeideen und das gesamte Konzept. Ich glaube nicht, dass Sie dafür viel Zeit brauchen. Ich nehme das mit. Über meine Entscheidung werde ich Sie rechtzeitig informieren. In welchen finaziellen Rahmen bewegt sich dieses Projekt? Wenn die Werbefigur auch in das Projekt investiert, das wird nur vorteilhaft und glaubwürdig. Trotzdem finde ich es erstaunlich, dass Sie meine Seele mit diesem Vertrag füttern wollen und denken, ich werde damit satt und zufrieden.
"

Leonor bemerkte, dass ihr Handgelenk entblößt war, und legte die Hand auf den Vertrag. Der Verband verschwand unter dem Stoff. Leonor's Gesicht strahlte sauber und unbekümmert vor seinen Augen. Doch innerlich war sie enttäuscht. Ihr Gesprächspartner war wohl oberflächlich. Vielleicht täuschte sich Leonor selbst. Doch wieviel Anhaltspunkte sollte sie ihrem Antogonisten noch einräumen. Es war ein Spiel in nur mit einem Torwart. Wahrscheinlich kam dieses Gefühl der Enttäuschung kurz auf die Oberfläche.
Leonor Beauharnais de Margaux
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Montag, 9. März 2020, 23:00

Er nahm den letzten Schluck Kaffee und tat so offensichtlich so als müsse er über ihre Worte nachdenken, dass es jedem mit selbst niederen Geistesfunktionen auffallen musste. "Ihr habt nur bekommen, wonach Ihr verlangt habt. Wenn es Euch aber eher nach dem gelüstet, was Ihr wirklich wollt, so lässt sich auch das einrichten. Ihr seid die offizielle Thronfolgerin und habt damit eine gute Grundlage, aber darauf muss noch viel aufgebaut werden. Ihr könnt Eure Emotionen leidlich verdecken und so die Dummen täuschen - das ist das Mindeste, aber natürlich bei Weitem nicht genug. Ihr könntet mir den Vertrag zurückgeben und ich gebe Euch dafür einen Kontakt, mit dem Ihr machen könnt, was Ihr wollt. Dann wird das mit dem Vertrag hinfällig, aber das wäre sowieso nur der oberflächliche und offensichtliche Weg gewesen, aus diesem kurzen Treffen das Maximum herauszuholen - zu unser beider Vorteil, wenn auch nicht zu unser beider Befriedigung. Wenn ich mich vorstellen darf: Elbai d'Enver. Man sagt mir nach, der viertreichste Mann im Land zu sein, und der einzige unter den ersten zehn, der ohne Leibwächter in einem Café herumspazieren kann, ohne dass ihm etwas passiert. Ich kann Euch offen ins Gesicht sagen, dass ich meinen Sitz im Konvent gekauft haben und das können auch alle Leute hier hören, aber es wird niemand drucken. Der Vertrag ist nur Tand für die oberflächlichen Dilettanten. Vielleicht habt Ihr ja recht und ich suche tatsächlich eine Schülerin. Aber die" - er muss fast loslachen "Liebe des Volkes könnt Ihr damit nicht gewinnen!"

Ringsherum rücken jene in Hörreichweite sehr bewusst so weit weg, wie es ihnen möglich ist. Die bösen Blicke ist Elbai mehr als gewohnt. Sie sind eine Art Anerkennung seiner unermüdlichen Dienste für den Fortschritt den Landes und seines eigenen Geldbeutels. "Also lieber den Honig . . . oder die Möglichkeit statt realen Investitionen ein Wort mehr bewegen zu lassen als ein paar Ziffern auf einem Bankkonto könnten. Und ja, damit meine ich mehr als eine Kronprinzessin bewegen könnte." Das Ganze hatte wirklich etwas für sich, die Prinzessin mit allen Mittel der digitalen Revolution, seinen Kontakten im In- und Ausland sowie den Verbindungen zu extralegalen Aktivitäten zur unangreifbaren Zielscheibe zu machen und dafür zu sorgen, dass ihre eigene Schwester sich vor ihr fürchten könnte. Ihr mehr Macht zu verschaffen als sie als Kaiserin jemals hätte. Alleine ihre Anwesenheit wäre ein Erfolg für ihn und ein Mittel, mehr aus dem Rest des Landes herauszupressen. Als ob ihn interessieren würde, ob er dabei auch von ihr zermalmt werden könnte. Sie hätte seinen Stempel auf sich, egal wer oder was sie dann noch werden könnte. Er hätte in jedem Fall gewonnen.
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Dienstag, 10. März 2020, 01:33

Langsam rollte Leonor das Papier zusammen und klopfte damit ein paar Mal auf den Tisch. Seine Offenheit gefiel ihr. Endlich war die Katze aus dem Sack und die Katze, eher der Kater, hatte einen Namen.
"

Dann fasse ich es zusammen. Sie wollen das Schiff sein und ich Ihre Galionsfigur. Sie wollen den grauen Kardinal spielen und die Seile anspannen, um eine Puppe zu bewegen. Über Ihre Worte bin ich weder verärgert noch wütend. Sie gefallen mir. Wie wäre es, Ihr eigenes Abbild erschaffen, Shifu? Das Geld habe ich selbst. Ich bin mir nur nicht sicher, ob Sie mir dabei behilflich sein könnten, die Macht zu ergreifen. Was die Liebe des Volkes angeht, besser ein Wolf im Schafsfell zu sein als ein Schaff, der von Wölfen gefressen wird.

"
Leonor machte ein paar Bewegungen mit dem Kopf nach links und rechts, um die Lage zu prüfen. Es war ihr zu viele Gaffer. Das konnte sie sich selbst jetzt absolut nicht erlauben. Sie war die Ertrinkende und brauchte jedes Halm. Es war schwierig, die Leute zu finden, die sie unterstützen. Es hat sie bewegt. Mehr Macht zu erlangen, daran dachte Leonor. Doch nicht vom Ersetzen. Keine Prinzipien. Leonor traf genug Leute dieses Schlages. Das Einzige, was sie aus diesen Lektionen mitgenommen hatte, war die These, dass das Herz und Gedanken verschlossen bleiben sollten. Sie war sichtlich gerührt und voller Hoffnung nach dem Gespräch mit ihrer Schwester. Trotz all dem schlich in ihr Blut immer wieder der Gedanke, dass sie von ihrer Schwester möglicherweise reingelegt wurde.

"Wenn Sie mich nutzen wollen, so will ich Sie ausnutzen. "
Leonor Beauharnais de Margaux
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Dienstag, 10. März 2020, 09:15

"Ich fürchte, Ihr habt mich falsch verstanden, Eure kaiserliche Hoheit. Ich will mitnichten eine Puppe oder Figur aus Euch machen. Eine solche Art Theater ist genau wie die Oper eine Zeitverschwendung. Ich werde Euch sicher auch nicht lehren, dazu fehlt mir die Geduld. Aber vielleicht lasse ich Euch etwas lernen. Und es geht auch kaum um die offensichtliche Macht und deren Ergreifung. Dazu reicht ein Unfall ja schon aus. Es geht um etwas viel Selteneres als schnöde, oberflächlich stumpfe Macht. Es geht um . . . Erkenntnis und Reflektion. Um den Einblick in das Wesen der Menschen und in Euch selbst und darum, andere nur das sehen zu lassen, von dem Ihr wollt, dass sie es sehen. Das hat nichts mit Macht zu tun, aber sehr wohl mit der Effektivität und dem Wissen wie man mit Macht umzugehen weiß. Einen Nutzen jenseits von niederer Befriedigung für mich kann ich dabei nicht erkennen. Das Geschäft übervorteilt Euch. Werdet Ihr es dennoch annehmen." Er lächelt unfassbar sanft. Das hätte man ihm vielleicht nicht einmal zugetraut. Er ist gespannt auf ihre Reaktion.
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Dienstag, 10. März 2020, 09:50

"Ich habe immer meinen Beichtvater für einen Satan gehalten. Sie haben ihm gerade eine Konkurrenz gemacht. Bin ich nicht zu jung für dieses Angebot? Sie wollen mir die Tür also öffnen. Ich bin noch am Überlegen, ob Sie meine heutige Situation wirklich kennen, um solche Angebote zu unterbreiten. Ob Sie mich richtig einschätzen. Andererseits sich an Ihnen zu zweifeln, wäre auch dumm. Psychologie als Wissenschaft gibt uns genug Tiefe in das Menschenwesen hinein zu blicken. Sie wollen einen Einfluß auf mich bekommen. Sie sollten nur eins wissen. Weder meine Schwester noch Seneschall selbst werden Ihnen diese Möglichkeit geben, das Königshaus zu beeinflussen. Auch wenn ich JA sage. Sie wissen noch zu wenig über das regierende Königshaus, d´Enver. "
Leonor hob den Vertrag hoch.
"Mein Vorschlag. Beginnen wir damit. Ich werde Sponsorin und Schirmherrin dieses Projektes. So können wir uns besser kennenlernen. Ach ja, Sie können mich mit den Geschichten über die abtrünnige Menschenseele nicht beeindrucken. Das ist mein Erbe. Und noch etwas, man wird bald über unser Gespräch berichten. Einen Schein zu bewahren gehört nun mal zum guten Geschäft. Nicht immer ist die brutale Kraft das beste Mittel. Aber das wissen Sie bestimmt selbst. Ihre letzten Worte sind der Beweis dafür. "
Leonor lächelte ihm auch zu und zwinkerte unbemerkt für andere über den Rand ihrer Kaffeetasse, die in diesem Moment zu ihrem Mund führte, um auch die letzten Züge des herrlichen Getränkes zu genießen.
Leonor Beauharnais de Margaux
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Dienstag, 10. März 2020, 10:23

d'Enver ist innerlich erleichtert, dass sie so wenig verstanden hat. Er weiß genug über die herrschende Familie und deren finanzielle Krakenarme in allen möglichen Geschäften. Vor allem deshalb, weil einige Firmen, die sich selbst für zu schlau halten, gewisse Anteile zweimal zu verkaufen gedenken. Es dürfte schwer werden, bei gewissen Geschäftsabwicklungen nun zu bestimmen, welche Anteile ihm und welche der Prinzessin vor ihm gehören sollten. Ob man nun eine offizielle Hinrichtung oder den Besuch einen Totschlägers in der Kita seiner Tochter riskiert, dürfte ähnlich katastrophal für die Geschäftsleute sein, die sich diesen "Trick" haben einfallen lassen. Wichtig für ihn selbst war nur, ob die kaiserliche Familie und ihr Tross den Wirtschaftsinteressen entgegen stehen werden oder nicht. Das Gespräch hat ihn beruhigt, auch wenn ein Widerstand nun auch kein Weltuntergang gewesen wäre. Es gab wahrlich genug Gesellschaften, in denen nicht umgänglicher Adel entmacht wurde, oder wo man ein besseres Regierungssystem einführte.
Dagegen wusste er nur zu gut, dass niemand detailliert über dieses Gespräch berichten würde. Seine Kontakte und Anteile an der Medienwelt waren die Grundlage seines Einflusses. Mehr als eine Randnotiz in der Sonntagszeitung für Schuhputzer würde das nicht werden, egal was die Prinzessin glaubte. Und wenn sie doch einen Weg zur Publizierung finden sollte, so gab es genug Arbeitslose, die qualifiziert als Reporter, Schriftsetzer, Drucker, Programmierer und Techniker neue Stellen bei plötzlich unterbesetzten Magazinen, Blogs, Zeitschriften und Zeitungen finden würden. Das war immer so.

"Gut, gehen wir Euren Weg ein Stück. Ich beuge mich Eurer Weisheit."
Menschen waren so naiv, wenn sie auch nur einen Funken Wissen in der Hand hielten, wähnten sie sich im Vorteil und überlegen.

"Sprechen wir über die Kampagne: Zu welchen Zeiten können wir denn mit den Spots beginnen? Habt Ihr spezielle Vorstellungen bei der Kampagnengestaltung?"
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elbai d'Enver« (11. März 2020, 09:07)


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Mittwoch, 11. März 2020, 22:21

Leonor war plötzlich wie verdattert und schaute auf den Mann, als ob sie gerade wach wurde. Sie hatte vergessen, wirklich vergessen, dass sie in 10 Tagen die Hauptstadt verläßt. Er sah erst große Augen, als ob sie auf eine unsichtbare Wand gestoßen hatte. Leonr rieb ihre Stirn und überlegte, wie sie aus dieser Situation nun heil rauskommt, ohne ihre hochnässige Visage zu verlieren. Sie hat ihrer Schwester versprochen. Sie hat nur 10 Tage. So unkompetent und unsicher hat sie sich seit langem nicht gefühlt. Sie hat es tatsächlich vergessen. Ihr Kopf wurde nicht rot, sondern eher die Wut hat ihn bleich gemacht. Die Finger zogen sich in eine Faust und Leonor zischte.
"
Ich muß in 10 Tagen eine Reise eintreten. Anturien. SIE schickt mich dahin. Mit meiner Weisheit ist wohl zu wenig getan. Ich gebe mir geschlagen. Eine peinlichere Situation als diese ...
"

Leonor war jetzt egal, kennt er sie, kennt sie ihn. Es war ihr egal, wird er das ausnutzen oder wird er das nicht ausnutzen. Sie gab vor ihm ihre Niederlage zu, definitiv. Nun war der nächste Zug seins.
"
Ich habe eine bessere Idee. Laßt mich Euer Reporter in Anturien werden. Das ist mein Preis für das heutige Gespräch. Und das besprechen wir nach meiner Rückkehr. Ich werde keine erstklassigen Honorare verlangen.
"

Leonor hatte keine großen Erfahrungen in dieser Branche, doch schreiben konnte sie. Außerdem verkaufte sich ihr Name schon von allein. Er wird sie wohl verachten. Leonor rechnete mit einem vernichtenden Nein. Bei all dem sagte die Prinzessinen-Intuition, dass dieser Mann ihr vieles beibringen könnte, was die Welt es nicht tat. Wie eine schlafende Raupe im Kokon wartet Leonor auf ihren 25. Lebensjahr. Die Anteile an den Metallurgiekonzernen und anderen Firmen. Das war ihr Erbe. Und natürlich Flughafen.
Leonor Beauharnais de Margaux
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Donnerstag, 12. März 2020, 16:59

Er blickt sie einen Moment lang scheinbar unschlüssig an, dann lächelt er breit. "Ah, Prinzessin, Ihr unterschätzt mich. Ich glaube, ich habe da eine bessere Möglichkeit für uns beide. Seht, ich suche jemanden, der für mich eine anturische Mannschaft für die Fußballweltmeisterschaft 2020 zusammenstellt. Dies wäre eine angemessene Aufgabe, die Euch zudem ins rechte Licht rücken wird. Ihr kommt nicht nur als Befreierin, sondern auch als Einerin zum Vorteil und für die Wiederauferstehung Anturiens. Ihr sucht dort tapfere und talentierte junge Männer zur Repräsentation vor den Augen der Welt. Nur ein paar Formulierungen, die ich selbst verwenden würde. Vielleicht fallen Euch ja selbst noch ein paar Floskeln ein."

Er blickt sie aufmerksam und gelassen an. Davon können beide Seiten profitieren und sie ist zudem effektiv und respektabel für das Reich. Das könnte ein guter Anfang sein.

"Nun, wäre dies etwas für Euch?"
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elbai d'Enver« (12. März 2020, 18:54)


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Donnerstag, 12. März 2020, 21:16

Ihre Gesichtszüge werden entschlossen. Leonor lächchelte ihm an und streckte ihre Hand ihm entgegen."
Elbai, ich sage nur JA. Ich beginne es zu schätzen. Auch wenn ich daran wenig glaube, nehme ich unser Treffen als eine kleine Fügung des Schicksals, was wir beide nicht weggeworfen haben. Weltmeisterschaft ist ein gutes Ziel. Ich kenne ein paar Leute aus dem Organisationskomitee. Dann machen wir aus Ihrer Kaiserlichen Hochheit eine Symbolfigur. Die Teilnahme am Aufbau Anturiens wird auch nicht jedem gestattet. Sie werden definitiv nicht ausgeschlossen. Wir werden bestimmt voneinender hören
"

Leonor legte ihr Handy neben seinem und bald bekam dÉnver die entsprechenden Daten. Die Mail-Addy und die Telefonnummer der Prinzessin.

Leonor war überrascht über dieses Angebot. Sie war überrascht, dass er sie nicht in den Dreck geworfen hatte. War das nur, um ihr Vertrauen zu gewinnen? Sie war vorsichtig, das ist wahr. Andererseits wollte sie doch vertrauen. Bizzar war das schon. Der flüchtige Bekannte, gerade vor zwei Sctunden kennengelernt und schon hing Leonor auf seinem Hacken wie ein Tunfisch. Es war nur festzustellen, ob der Fisch für den Hacken oder der Hacken für den Fisch viel zu groß war. Dieser Mann ihr gegenüber war erfahren, mit viel Geld und skurpellos. Seneschall wird nicht auf ihrer Seite stehen. Das hat Leonor nach dem Ausritt mit ihm sehr wohl verstanden. Doch Elbai schon. Alles ist die Sache des Preises und ob Leonor bereit ist, ihn zu zahlen. Das wußte Leonor auch nicht. Die Zeit wurde knapp. Valerie hat bestimmt ein paar Leute schon geschickt...
Leonor Beauharnais de Margaux
Princess du Sang - Prinzessin von Geblüt
Princesse de Guyenne
Seigneuresse de Margaux

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Donnerstag, 12. März 2020, 21:50

Ohne zu zögern gab er ihrer Hand einen kurzen Druck, fest, aber nicht so, dass es schmerzen sollte. Na bitte, sie hatte ihn gleich verstanden. Möglichkeiten galt es zu nutzen, auch wenn der Moment ihrer Eröffnung nur ein kurzer Augenblick war. Es spielte keine Rolle, wer von beiden am Ende bedeutender oder wichtiger war, es zählte allein, für beide Seiten Gewinn herauszuholen.

"Ich werde Euch ein paar erstklassige . . . Personen nach Anturien senden. Wir wollen doch unsere Investitionen angemessen schützen. Sie werden Euch dann kontaktieren und nur Euch hörig sein. Auch dann, wenn Ihr Euch entschließen müsst, entgegen unserer Vereinbarung zu handeln. Soetwas ist manchmal unabdingbar, wenn die Umstände es erfordern. Seht es als Vertrauensvorschuss in Eure Fähigkeiten."
Er wird ihr eine Mischung aus Leibwächtern, Attentätern und Schlägern senden, damit sie in Anturien ihre eigene Basis hat. Das war notwendig nach dem Hinweis auf die Kaiserin.
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